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GeoTra - Geodätische Umformungen und Transformationen

Graphische Benutzeroberfläche von GeoTra
Abbildung 1: Graphische Benutzeroberfläche von GeoTra

Mit der Einführung des ETRS89 in Deutschland als amtliches Bezugssystem sind Datumstransformationen, die Koordinaten aus dem bestehenden Bezugssystem wie bspw. DHDN ins ETRS89 überführen, allgegenwärtig. Das Programm GeoTra ist eine Komponente des modular aufgebauten Vermessungs- und Ausgleichungspakets JAG3D, welches Koordinaten zwischen verschiedenen geodätischen Bezugssystemen transformiert. Die Handhabung von GeoTra erfolgt über eine intuitiv zu bedienenden graphischen Oberfläche.

Die Datumstransformation erfolgt dabei wahlweise über eine räumliche Helmertransformation, einem zweidimensionalen Passpunktgitter unter Verwendung einer Helmert- bzw. Affintransformation und anschließender Restklaffenverteilung oder dem gitterbasierten NTv2-Verfahren (National Transformation Version 2), welches von der GCS (Canada's Geodetic Survey Division) entwickelt wurde. Insbesondere das NTv2-Verfahren ermöglicht eine einfache und sehr genaue Überführung der Koordinaten, ohne das Informationen zur ellipsoidischen Höhe bereitgestellt werden müssen. Insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland hat sich das NTv2-Verfahren zur Überführung von Gauß-Krüger-Koordinaten (Bessel/Krassowski) mit der Umstellung auf das UTM-System (ETRS89) in nahezu allen Bundesländern als Standardmethode durchgesetzt. GeoTra verarbeitet sowohl das ASCII-Format GSA als auch das binäre GSB-Format.

GeoTra unterstützt je nach Verfahrensweise die Eingabe von geozentrischen, geographischen oder verebneten (rechtwinkligen) Koordinaten. Die übrigen Koordinatendarstellungen werden sowohl für das Start- als auch für das Zielsystem mitbestimmt.

geotra.txt · Zuletzt geändert: 09.04.2017 17:21 von Michael Loesler