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geotra:batch

Stapelverarbeitung

GeoTra erlaubt neben dem Überführen einzelner Koordinaten über die GUI auch eine dateibasierte Stapelverarbeitung. Die Einstellungen für die Koordinatenumformung und Datumstransformation sind hierzu wie gewohnt auf der graphischen Oberfläche vorzunehmen. Die Handhabung unterscheidet sie hier somit nicht. Die umzurechnenden Punkte werden hingegen aus einer spaltenbasierte ASCII-Datei ausgelesen und in Abhängigkeit der getroffenen Optionen interpretiert. Enthält die Quelldatei geographische Koordinaten, so ist auf dem Panel für die Koordinaten im Startsystem der Radiobutton neben der geographischen Länge λ und Breite φ zu selektieren. In analoger Weise ist zu verfahren, wenn verebnete oder geozentrische Koordinaten vorliegen.

Hinweis: Im Gegensatz zur direkten Eingabe auf der Oberfläche erlaubt GeoTra im Batch-Modus nur geographische Koordinaten, die in dezimaler Form vorliegen.

Grundsätzlich kann die Quelldatei nur eine Koordinatendarstellungsform enthalten. Eine Mischung von bspw. geographischen und verebneten Koordinaten ist somit nicht möglich.

Quell- und Zieldatei für Stapelverarbeitung
Abbildung 1: Quell- und Zieldatei für Stapelverarbeitung

Der Pfad der Quelldatei (Batch), siehe Abbildung 1, kann leicht über den Dateiauswahldialog ermittelt werden. Die einzulesende ASCII-Datei ist spaltenbasiert aufzubauen, wobei als Trennzeichen mindestens ein Leerzeichen und/oder Tabulator (Whitespace) zu verwenden ist. Die Anzahl der aufeinanderfolgenden Trennzeichen kann beliebig gewählt werden und sich von Zeile zu Zeile unterscheiden.

Quelldatei

Erfolgt eine Datumstransformation auf der Basis von NTv2-Gitterdaten, so muss die Quelldatei mindestens 3 Spalten enthalten. In der ersten Spalte ist eine Punktnummer zu vergeben. Die beiden folgenden Spalten müssen in Abhängigkeit des Ausgangskoordinatentyps entweder die geographischen Längen λ und Breiten φ oder die East und North Komponenten der Punkte enthalten. Weitere Spalten werden beim Einlesen ignoriert.

Beispiel 1: Geographische Koordinaten (DHDN 90)

 1    7.483333333333   53.500000000000
 2   10.466666666667   52.500000000000
 3    8.666666666667   53.116666666667

Beispiel 2: Gauß-Krüger Koordinaten (DHDN 90)

 1   2598417.333192   5930677.980308
 3   2678509.791823   5890320.494547
 4   2601895.024514   5761935.671777

Soll anstelle des NTv2-Verfahrens der Datumsüberhang über eine 7-Parameter Helmertransformation erfolgen, ist sowohl bei geographischen als auch bei verbeneten Koordinaten zusätzlich die ellipsoidische Höhe hell als dritte Koordinatenkomponente anzugeben. Diese ist in der vierten Spalte zu hinterlegen. Bei geozentrische Koordinaten folgen die X, Y und Z-Werte der Spalte für die Punktnummer.

Beispiel 3: UTM Koordinaten (ETRS89) mit ellipsoidischer Höhe

 1   399340.601863   5928794.177992   873.747
 2   599474.934168   5817502.626999   942.993
 3   477621.722499   5885134.566914   994.536

Ausgabedatei

Das Ergebnis des Umformungs- und Transformationsprozesses wird in die unter Ausgabedatei (Batch) gewählte Datei geschrieben, vgl. Abbildung 1. Diese Datei enthält spaltenweise die umgeformten und transformierten Punkte sowohl für das Start- als auch für das Zielsystem. Die Punktnummern der Punkte, die nicht transformiert bzw. umgeformt werden konnten, werden am Ende des Stapelprozesses ausgegeben, vgl. Abbildung 2. Sie werden nicht in die Ausgabedatei exportiert.

Informationsfenster über nicht-transformierte Punkte
Abbildung 2: Informationsfenster über nicht-transformierte Punkte

Hinweis: Es werden nur nicht-transformierbare Punkte ausgeben, weil diese bspw. nicht im gewählten NTv2-Gitter liegen. Punkte, bei denen das Einlesen bereits erfolglos verlief, werden ignoriert.

geotra/batch.txt · Zuletzt geändert: 04.12.2013 18:19 von Michael Loesler